Wracks rund um Orkney

Es gibt wohl keinen zweiten Ort, an dem man auf so dichtem Raum so viele Wracks findet, wie auf den Orkneys. Die Schiffe wurden im zweiten Weltkrieg gezielt versenkt, um deutschen Kriegsschiffen die Zufahrt nach Scapa Flow zu versperren.

Scapa Flow ist ein großes geschütztes Meeresbecken, das von mehreren Orkney-Inseln umrahmt wird. Ein idealer Naturhafen, den erst die Wikinger und später die britische Marine nutzten, um dort ihre Schiffe zu sammeln. Allerdings bot es Einfahrt von mehreren Seiten, sodass das Becken schwer zu sichern warm. Deshalb wurden die Zufahrten durch sogenannte Blockschiffe verschlossen. Eines davon war die Juniata. Sie wurde 1940 versenkt. Nach Kriegsende wurde sie zwar wieder gehoben, sodass die Zufahrt wieder offen war. Aber mit dem Schiff war nichts mehr anzufangen, deshalb wurde es zur Endlagerung in die Inganess Bay geschleppt. Da liegt sie seit dem rum.

Zusätzlich zu den Schiffen wurde das Fahrwasser später noch zusätzlich durch Beton-Blockaden geschlossen, die Churchill Barriers.

Noch mal die Juniata von der anderen Seite.

Weiter draußen, im tiefen Wasser, liegt noch ein weiteres Wrack, das war von meinem Standort aus allerdings nicht zu sehen.

Während die Juniata nach dem Krieg in eine andere Bucht geschleppt wurde, liegt das nächste Blockschiff noch in der Scapa Flow Einfahrt – die dann durch die Churchill Barriers komplett verschlossen wurde. Die Schließung der Zufahrt hat den Nachteil, dass man nicht mehr mit dem Schiff durchkommt. Aber auch den Vorteil, dass die Barriers die Inseln miteinander verbinden.

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